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Stellvertreterkrieg

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Der Begriff Stellvertreterkrieg (englisch "proxy war") bezeichnet einen zwischen- oder inner­staatlichen Krieg, bei dem entweder eine oder beide Parteien von jeweils einem bzw. mehreren nicht direkt beteiligten Staaten unterstützt werden, wodurch mindestens eine der primären Parteien stellvertretend für einen anderen indirekt beteiligten - und im Regelfall mächtigeren - Staat Krieg führt und - oftmals unbewusst und unwillentlich - sich als Vollstrecker von dessen Interessen und Zielen betätigt. Der Begriff entstand im Zuge des Kalten Krieges[wp], fand Eingang in den allgemeinen Sprachgebrauch und Verwendung in Literatur und Politik. Er wurde erstmals während des Vietnamkrieges[wp] gebraucht und war ursprünglich nur die Bezeichnung für Kriege, in denen die USA und Verbündete einerseits, sowie die Sowjetunion[wp] und Verbündete (der so genannte Ostblock[wp]) andererseits, ihre geopolitischen und ideologischen Interessen­konflikte[wp] in Drittstaaten militärisch austrugen.

Nach dem Zerfall der Sowjetunion[wp] wurde der Begriff weiter gefasst und auch auf Kriege anderer Großmächte vor und nach dem "Kalten Krieg" bezogen.

Nach dem Ende des "Kalten Krieges" wurde der Begriff "Stellvertreterkrieg" auch als Metapher für indirekt ausgetragene Streitigkeiten zwischen Einzel­personen oder Personen­gruppen in den alltäglichen Sprachgebrauch aufgenommen.

Ukraine-Krieg

Laut der allwissenden Müllhalde ist es "umstritten", ob der Ukraine-Krieg "als Stellvertreterkrieg zwischen Russland auf der einen Seite sowie den USA auf der anderen Seite" bezeichnet werden kann.[1]

Einzelnachweise

Querverweise

Netzverweise